4. Hepatitis B

Hepatitis B ist weltweit eine der häufigsten und gefährlichsten Infektionskrankheiten. Ca. jede 10. Erkrankung geht in eine chronische Hepatitis über, die mit Leberzirrhose und Leberkrebs verbunden sein kann. In Deutschland werden jährlich etwa 5.000 bis 6.000 Neuinfektionen gemeldet. Experten schätzen jedoch, dass tatsächlich etwa 50.000 Menschen an dieser zweithäufigsten Form der Virushepatitis erkranken.

In den meisten Fällen erfolgt die Infektion über sexuelle Kontakte. Selbst beim Küssen kann Hepatitis B übertragen werden. Deshalb sind Schutzimpfungen gerade bei Jugendlichen, jungen Menschen und allen Erwachsenen mit wechselnden Partnern von großer Bedeutung. Auch beider Geburt kann das Virus – ohne ausreichende Schutzmaßnahmen – von der Mutter auf das Kind übertragen werden.

 

5. Grippe

Mit einer Erkältung oder einem grippalen Infekt hat eine richtige Grippe nichts gemein: Die Influenza ist eine schwerwiegende Viruserkrankung, die jährlich bis zu 8 Millionen Deutsche trifft und weltweit für bis zu 30.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich ist. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut rät daher allen zu einer Schutzimpfung, die

  • älter als 60 Jahre sind
  • chronisch krank oder z. B. wegen einer Immunschwäche gesundheitlich verstärkt gefährdet sind
  • in medizinischen Einrichtungen arbeiten oder beruflich viel mit Menschen in Berührung kommen.

 

Die Impfung sollte jedes Jahr im Herbst mit dem aktuellen Impfstoff der Saison wiederholt werden. Nur so kann man den sich ständig verändernden Influenzaviren wirkungsvoll begegnen.

 

6. Röteln

Die Kinderkrankheit Röteln stellt bei Schwangeren eine massive Gefahr für das ungeborene Leben dar. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass in Deutschland etwa 6% aller gebärfähigen Frauen nicht über einen ausreichenden Impfschutz verfügen und auch nicht durch eine frühere Erkrankung immun sind. Zudem wird die Infektion, deren Symptome einem grippalen Infekt ähneln, oft nicht erkannt.

 

Grundsätzlich gilt daher: Bei Kinderwunsch gehört die Überprüfung des Immunschutzes zum Pflichtprogramm. Im Zweifelsfall für Klarheit sorgen Wenn Sie Lücken in Ihrem eigenen Impfschutz finden oder sich nicht sicher sind, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen – z. B. beim nächsten Termin in Ihrer frauenärztlichen Praxis. Hier kann anhand des Impfpasses Art und Umfang des vorhandenen Schutzes geklärt und über individuell ratsame Impfungen informiert werden. Fehlt der Impfpass, hilft der so genannte „Immunstatus Infektionskrankheiten“ weiter. Anhand einer Blutprobe wird dabei festgestellt, ob Sie gegen eine bestimmte Krankheit noch geschützt sind. Fragen Sie einfach Ihre Gynäkologin bzw. Ihren Gynäkologen.

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