Alkohol

Besser kein „Gläschen in Ehren“

©iStockphoto/Abel Mitja Varela
©iStockphoto/Abel Mitja Varela

Ob Geburtstag, Jubiläum oder bestandene Prüfung – es gibt viele Gelegenheiten, bei denen man gerne mit einem Glas Sekt, Wein oder Bier anstößt. Werdende Mütter sind in solchen Situationen oft verunsichert. Prosecco oder Orangensaft – die Entscheidung wird durch gut gemeinte Kommentare wie „Ein Schlückchen hat noch keinem geschadet“ nicht einfacher. Würde man jedoch das Baby im Bauch fragen, wäre die Antwort klar: Es bevorzugt immer die alkoholfreien Getränke.

 

 

Das Ungeborene trinkt mit

Wenn die werdende Mutter Alkohol zu sich nimmt, gelangt dieser durch den Mutterkuchen in den Blutkreislauf des Kindes – und wirkt dort als Schadstoff. Alkohol beeinträchtigt bei Ungeborenen die Zellteilung und stört damit die Entwicklung von Gehirn und Organen. Je nachdem, wie oft und wie viel Alkohol in der Schwangerschaft konsumiert wurde, werden Minderwuchs, Fehlbildungen, Hör- und Schluck- sowie Verhaltens-, Lern- und Schlafstörungen begünstigt. Manche der geistigen Beeinträchtigungen können die Kinder im Laufe der Jahre aufholen, andere Behinderungen bleiben für das ganze Leben.

Kein Tropfen – das ist der gesündeste Weg

Für Alkohol gibt es in der Schwangerschaft kein gesundes Maß, selbst ein gelegentliches Glas Wein am Abend ist nicht unbedenklich. Die beste Entscheidung treffen Sie deshalb, wenn Sie keinen Alkohol zu sich nehmen – und zwar schon dann, wenn Sie sich Nachwuchs wünschen, spätestens aber ab dem Moment, in dem Sie von Ihrer Schwangerschaft erfahren. Auch in der Stillzeit bleiben Sie am besten bei promillefreien Getränken. Denn Alkohol wird über die Muttermilch weitergegeben an den Säugling, dessen Gehirn noch nicht voll entwickelt ist. Auch kann Ihr Baby Alkohol nur schwer abbauen – eine Belastung, die Sie dem kleinen Körper sicher gerne ersparen.