Sinnvolle Vorsorge ab der zweiten Schwangerschaft

Wenn Ihr Kind ein Geschwisterchen bekommt

©iStockphoto/alle12
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Sie sind bereits stolze Mutter – und jetzt erneut schwanger? Dann ist Ihnen vieles nicht mehr fremd, was in Ihrem Körper geschieht. Mit dem Thema Schwangerenvorsorge sind Sie ebenfalls schon vertraut. Aber wussten Sie auch, dass ab dem zweiten Kind besondere Risiken zu berücksichtigen sind?

 

 

 

Viele Erreger kommen aus der Krabbelgruppe oder dem Kindergarten

Im Kontakt mit anderen Kindern kann sich Ihr Junior immer wieder mit Krankheiten infizieren. Das gilt vor allem in der Krabbelgruppe, im Kindergarten und in der Schule. Auch Sie als Eltern sind nicht davor sicher, sich über Ihr eigenes Kind oder fremde Kinder anzustecken. Bei einem einfachen Schnupfen mag dies harmlos sein. Doch in der Schwangerschaft können bestimmte Infektionen dem Ungeborenen schaden, wenn sie nicht frühzeitig erkannt, überwacht und ggf. behandelt werden.

Ringelröteln – ein ernst zu nehmendes Virus

Ringelröteln sind als Kinderkrankheit relativ harmlos. Wenn Sie sich aber als Schwangere infizieren, kann das Virus auf das Baby im Bauch übertragen werden. Eine solche Infektion kann beim Kind eine Blutarmut hervorrufen und – in Einzelfällen – zu Wassereinlagerungen führen. Eine Infektion mit Ringelröteln macht sich nicht immer bemerkbar. Deshalb die Empfehlung: Lassen Sie sich als Schwangere auf Ringelröteln testen, wenn Sie noch nie getestet oder in der Vergangenheit bei Ihnen keine Antikörper nachgewiesen wurden.

 

Toxoplasmose – nicht nur bei Samtpfoten

Bei Toxoplasmose verhält es sich ähnlich wie bei den Ringelröteln. Wenn bislang kein Test erfolgt ist oder beim Test keine Antikörper nachgewiesen wurden, ist eine nachträgliche Infektion nicht ausgeschlossen. Dies kann z. B. durch den Kontakt mit Katzen geschehen, aber auch bei der Gartenarbeit. In der Schwangerschaft gilt es, eine solche Erstinfektion unbedingt zu vermeiden, weil sie sich in schwerem Maße auf Augen und Gehirn des Ungeborenen auswirken kann.

Zytomegalie – besonders leicht übertragbar

Kinder mit dem Zytomegalie-Virus (eine Art von Herpes-Virus) zeigen oft keine Symptome. Doch als Mutter können Sie sich beim Windelwechseln oder über den Speichel infizieren. Für das Ungeborene liegt darin ein Risiko, da eine Infektion beispielsweise zu einer Vergrößerung von Leber und Milz, Blutarmut, Blindheit oder Taubheit, vermindertem Kopfumfang, Verkalkungen im Gehirn und Entwicklungsverzögerungen führen kann. Deshalb sollten Schwangere möglichst im ersten und / oder zweiten Schwangerschaftsdrittel mit einem einfachen Bluttest feststellen lassen, ob sie bereits über Antikörper verfügen oder besondere Vorsicht angeraten ist.

 

Vorsorge schenkt Ihnen Sicherheit

Jede Schwangerschaft ist eine besondere Zeit, die Sie voller Vorfreude genießen sollten. Moderne Vorsorge hilft Ihnen dabei, abgestimmt auf Ihre ganz persönlichen Ansprüche. Erkundigen Sie sich deshalb in Ihrer frauenärztlichen Praxis, welche ergänzenden Tests für Sie sinnvoll und wichtig sind. Ihre Gynäkologin / Ihr Gynäkologe berät Sie gerne und ausführlich.