Darmkrebs-Früherkennung

Der sicherste Weg, gesund zu bleiben

©iStockphoto/Daniel Laflor
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Etwa 5 von 100 Personen erkranken im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs. Allein in Deutschland fordert diese Krebserkrankung jährlich knapp 30.000 Menschenleben. Viele dieser Schicksale wären vermeidbar. Denn bei frühzeitiger Diagnose ist Darmkrebs heute nahezu 100 %ig heilbar.

 

 

Darmkrebs entsteht schleichend

Den meisten Darmkrebs-Erkrankungen gehen Veränderungen der Darmschleimhaut voraus. Es bilden sich Polypen, die kleine Mengen Blut in den Darm absondern. Werden diese Polypen im Frühstadium entfernt, kann der Krebs erst gar nicht entstehen. Für diesen Eingriff bedarf es im Regelfall keiner Operation, sondern nur einer Darmspiegelung.

Sicher und einfach: die moderne Vorsorge

Bei Patienten ohne familiäre Vorbelastung und Vorerkrankungen empfehlen Ärzte, sich ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig durchchecken zu lassen. Als zuverlässig hat sich hier der immunologische Test auf Blut im Stuhl erwiesen. Er spürt schon kleinste Mengen von Blut in einer Stuhlprobe auf, reagiert aber nicht auf Blut aus der Nahrung. Dieser Test sollte jährlich erfolgen, beispielsweise mit der Krebsvorsorge in der gynäkologischen Praxis. Neben dem immunologischen Test auf Blut im Stuhl gibt es noch den so genannten Briefchen-Test (Guijack-Test). Die anfallenden Kosten werden ab dem 50. Lebensjahr alle 2 Jahre von den gesetzlichen Kassen übernommen. Ab dem 55. Lebensjahr wird heute eine Darmspiegelung zur Vorsorge empfohlen, die nach 10 Jahren wiederholt werden kann.

Risikofaktoren für Darmkrebs

  • Familiäre bzw. genetische Vorbelastung
  • chronische Entzündungen der Darmschleimhaut (insbesondere Colitis ulcerosa)
  • Darmpolypen
  • Diabetes-Typ-2
  • Bauchbetontes Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Hohe Blutfettwerte
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • Ballaststoffarme und fettreiche Ernährung

 

Viele dieser Risikofaktoren haben Sie selbst im Griff. Nachweislich können Sie mit einer gesunden Ernährung und regelmäßigem Ausdauersport Ihr persönliches Darmkrebsrisiko erheblich senken!

Neuer Test rundet die Vorsorge optimal ab

Krebsvorsorge ist ein zentrales Thema in der medizinischen Wissenschaft und Forschung. So wurde kürzlich ein Test entwickelt, der die Vorsorge noch zuverlässiger macht. Er erkennt ein bestimmtes Enzym und liefert somit sehr präzise Erkenntnisse über die mögliche Entstehung von Darmkrebsvorstufen und Darmtumoren. Auch dieser so genannte M2-PK-Test benötigt lediglich eine einfache Stuhlprobe.

Wenig Aufwand, viel Sicherheit

Alles in allem zeigt sich: Die konsequente Darmkrebsvorsorge sollte ab dem 45. Lebensjahr ganz selbstverständlich sein. Ohne viel Zeit, Aufwand oder komplizierte Untersuchungen sichern Sie sich die Chance auf ein langes und gesundes Leben. Und das ist Grund genug, nicht nur als „Risikotyp“ regelmäßig an der Vorsorge teilzunehmen.